Heavy-Metal beim Weihnachtstreff, verlorene Kleinodien und Striptease in Pöhlde!
Ankläger Andreas Menge, Richter Rainer Sause und Praktikant Eike Picht zeigen keine Milde und kein Erbarmen beim Schützengericht der Herzberger Schützengesellschaft .
Neben den Majestäten und Mitgliedern der Schützengesellschaft begrüßte Andreas Menge Gäste aus der Politik, der regionalen Wirtschaft, den Kirchen, der Banken und Sparkassen und des Öffentlichen Lebens. Ein besonderes Willkommen galt auch dem Neuen Berghornisten Corps aus Clausthal-Zellerfeld, das die Veranstaltung mit zünftiger Blasmusik unter viel Beifall begleitete.
Für die zwischenzeitlichen Durchsagen für eingehende Spenden gab es jedes Mal viel Beifall und ein Dreifaches „Gut Schuss!“. Die Landrätin Maria Gerl-Plein und der Bürgermeister Christopher Wagner überbrachten Grußworte und bedankten sich bei den Herzberger Schützen für das erneut größte Schützenfest im Landkreis Göttingen.
Nach dem Vorgeplänkel ging Richter Sause dann zur Sache.
Königstafel ohne Ordnung
Den Auftakt des Schützengerichts machte Schützenkönig Joachim Holze und der ehemalige Schützenkönig Michael Schall mit ihren Begleitern Dirk Fomin, Wilfried Bischoff und Peter Kirschke.
Vom aktuellen Schützenkönig fehlt ein Bild auf der Königstafel, auf der alle Schützenkönige in Uniform abgebildet sind. Der ehemalige Schützenkönig Michael Schall hatte 2025 ein Bild von sich in ziviler Freizeitkleidung auf der Königstafel angebracht. Alle Begleiter wurden hierfür verurteilt, da sie diese Fehler nicht verhinderten.
Wolfgang Bick und die „dubiose“ Affäre
Neben humorvollen Spitzen über seine angeblich legendären Essgewohnheiten stand vor allem ein Vorfall während einer Vorschützenfestbesprechung im Mittelpunkt. Dort soll er Staatsanwalt Menge und Richter Rainer Sause als „dubios“ bezeichnet haben. Er schmeißt mit Worten wie Locus um sich und meint das ist das vornehme Wort für Toilette. Mit viel Wortwitz stellte das Gericht schließlich fest, dass weniger sprachliche Bildung als vielmehr eine „medizinisch fragwürdige Veranlagung“ hinter seinen Aussagen stecke. Wolfgang Bick spendete 50l Freibier auf seinen 65. Geburtstag, den er am Tage des Schützengerichts feierte.
Verlorene Kleinodien sorgen für Ausnahmezustand
Ein besonders turbulenter Fall beschäftigte das Schützengericht rund um verschwundene Königskleinodien. Nach dem verregneten Schützenfest in Hannover mussten Orden und Ketten zunächst getrocknet werden, ehe plötzlich die Kleinodien der Junggesellinnenkönigin verschwanden. Trotz umfangreicher Suchaktionen in Häusern, Wohnungen und sogar halb Lonau blieb alles erfolglos – bis die Stücke schließlich im Schlafzimmerschrank von Männerhauptmann Andreas Menge wieder auftauchten. Für reichlich Gelächter sorgten dabei die gegenseitigen Schuldzuweisungen und die offensichtliche Verwirrung aller Beteiligten.
Strafen: Petra Wawoczny, Helga Bierwirth, Beate Ehrhardt, Kathleen Ehrhardt, Eike Jan Picht und Andreas Menge wurden verurteilt.
Weihnachtstreff wird zur Heavy-Metal-Arena
Eigentlich sollte der Weihnachtstreff der Stadt Herzberg besinnlich werden. Es spielte auf zur Besinnlichkeit nicht Rudolph das Rentier mit dem Chor der Rates, nein es war “Rudolph´s
Schwermetall”, eine Heavy Metal Band. Mit 115 Dezibel hämmerte es in den Rathaushof das die Ziegel reihenweise von den Dächern fielen. Das Schützengericht verglich die Lautstärke humorvoll mit einem startenden Eurofighter. Nach mehreren Stunden „Dauerbeschallung“ seien zahlreiche Schützenbrüder bis heute gezeichnet.
Strafen: Der Bürgermeister Christopher Wagner und sein Stellvertreter Matthias Müller wurden für dieses Vergehen verurteilt.
Fehlende Maibäume bringen Maibaumholer in Bedrängnis
Auch die Maibaumholer mussten sich unangenehme Fragen gefallen lassen. Beim traditionellen Schmücken der Umzugsroute fehlten am KK-Stand plötzlich die Maibäume. Dabei gelten in der HSG strenge Vorschriften für Größe, Frische und Blattanzahl der Birkenzweige. Junggesellenhauptmann Eike Jan Picht geriet deshalb massiv unter Beschuss. Das Gericht stellte trocken fest, dass zwei mit Wasser gefüllte Eimer allein noch keinen festlich geschmückten Schießstand ergeben. Für ungläubiges Staunen sorgte außerdem ein Vorfall beim Aufstellen eines Maibaums bei Volkskönigin Steffanie Große in Pöhlde. Dort soll Junggesellenkönig Hendrik Picht einen spontanen „Striptease“ hingelegt haben. Laut Schützengericht hätten die Einwohner daraufhin Türen und Fenster verriegelt. Die Volkskönigin habe anschließend sogar wegen „dauerhafter Schäden an den Sehnerven“ behandelt werden müssen.
Strafen: Eike Picht, Robert Masendorf, Hendrik Picht, Philipp Stefanowski, Martin Eberhardt, Kathleen Erhardt, Volkskönigin Steffanie Große, Michael Dietrich, Frank Füllgrabe, Simon Esslinger, Sascha Wolter, Wilfried Bischoff und Ulrich Adler wurden verurteilt.
Mit einem gemeinsamen „Gut Schuss“ endete schließlich das Gericht voller humorvoller Seitenhiebe, kurioser Geschichten und bester Unterhaltung – ganz im Sinne der langjährigen Tradition des Herzberger Schützengerichts.
Die großzügigen Spender beim Schützengericht für das Projekt Digital-Anlage und Jugendschießen
Vielen Dank allen Gästen und großzügigen Spendern für dieses großartige Event mit 200 Teilnehmern im Festzelt! Das Herzberger Schützengericht muss man erlebt haben!
Harz-Energie Ehrenamtsfonds
Sparkassen Stiftung
ROTARY, Spende aus der Glücksei-Aktion
Theile UG
Klinik Dr. Muschinki GmbH
Malermeister Maik Köhler
Sparkasse Osterode
Radeberger Brauerei
Volkskönig Simon Esslinger
Michael Schall
Andreas Maaß
Ingrid Nieft
Wolfgang Bick
Harald Rottmann
Thomas Telge
Hans-Jürgen Gückel
Lars Lübbecke
Lutz Peters
Marcel Riethig
Markus Hansen und Michaela Berardinelli vom Wirtshaus “Harzklause”
Olivier Kutscher von “Thomas Philipps”
Rolf Lange, Bürgermeister Bad Lauterberg
Dirk Brömme, Volksbank im Harz e.G.
Holger Grother
Jan Hainich, Firma Mantz-Zimmermann
HSV-Fanclub Herzberg
Fotoserien
Schützengericht 2026 (DO, 28. Mai 2026)

























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